Das Essen für einen guten Zweck – indisch

Am Donnerstag, 15. Februar, feierte die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Füssen den siebten Abend unter dem Motto „Essen für einen guten Zweck – indisch“ – der diesjährige Erlös von 2200 Euro geht wieder zu Gunsten der Partnergemeinde im Dorf Doolahat im Bundesstaat Assam (Nordost-Indien). Mehr als 70 Personen kamen, um bei einem indischen Essen, gekocht von Pfarrer Andreas Huber, und einem Vortrag von Dr. Heinrich Kremer, die neuesten Nachrichten aus Doolahat zu hören.

Zu Beginn des Abends gab es einen Begrüßungstee und frittierte Linsenfladen. Außerdem konnten die Gäste indische Schals und das „Church Road Curry Nr.8“ erwerben. Bei seinem Vortrag „Incredible India“ präsentierte Dr. Heinrich Kremer Eindrücke aus dem bunten indischen Alltag und berichtete, was er und seine Frau Dr. Gundula Kremer bei ihren gemeinsamen Besuchen in Indien erlebten.

 

Selbsthilfegruppe „Women Wings II“

Aus der Partnergemeinde in Doolahat gab es gute Neuigkeiten: Dort hat sich mithilfe der Spende aus dem letzten Jahr eine zweite Selbsthilfegruppe von Frauen gegründet, die sich selbst „Women Wings II“ nennt. Jede der zehn Frauen erhielt einen Mikrokredit in Höhe von 10 000 indischen Rupien, umgerechnet etwa 125 Euro. Die betroffenen Frauen haben kein Konto bei der Bank und erhalten dort auch keinen Kredit, da sie nicht als kreditwürdig gelten –deshalb müssten sie sich normalerweise von einem privaten Geldleiher zu Wucherzinsen Geld leihen. Durch die Spende vom letztjährigen „Essen für einen guten Zweck“ war das nicht nötig. Mit dem Geld konnten die Frauen Jungtiere (Ziegen und Schweine) kaufen und großziehen, eine Bäckerei eröffnen, eine Nähmaschine in Betrieb nehmen und in einen kleinen Laden investieren.

Erfolgreiche Hilfe

Das gespendete Geld wird von der örtlichen Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde unter der Leitung von Pfarrer Anthony Sona verwaltet. Jede Frau konnte bisher ihre monatlichen Raten zurückzahlen. Die Frauen aus Doolahat haben sich außerdem mit Briefen bei ihren Ostallgäuer Geldgebern bedankt. Damit wussten die Spender, wer ihre Spende bekommen hat und was konkret damit erreicht worden ist. Durch diese Art von Hilfe haben die Frauen Selbstbewusstsein gewonnen und konnten sich ein kleines Zusatzeinkommen erarbeiten.

Frauen von „Women Wings II“, der zweiten Selbsthilfegruppe der Evangelisch-Lutherischen Partnergemeinde Doolahat in Indien, zusammen mit ihrem Pfarrer Anthony Sona.

 

Indisches Buffet

Nach dem Vortrag wurden die Teilnehmer des Abends von Pfarrer Andreas Huber eingeladen, gemeinsam noch ein indisches Kirchenlied zu singen – unter der Begleitung von Pushpa Roy, der dazu seine „Tabla“ mitgebracht hatte. Danach war das Buffet eröffnet und vier Hauptgerichte – zwei Curries mit Bio-Hühnchen und zwei vegetarische Curries – warteten darauf, mit Reis, Raita und einer großen Auswahl an Chutneys probiert zu werden. Besonders erwähnenswert: das verwendete Gemüse wurde komplett von Bio Möller in Füssen gespendet! Und: beim Kochen hatten dieses Jahr zwei Konfirmanden im Rahmen ihres Konfi-Praktikums das Essen für den guten Zweck mitvorbereitet. Zum Abschluss des Abends gab es ein Mango-Lassi.

 

Mit dem diesjährigen Erlös soll das das Projekt „Mikrokredite“ verlängert werden. Dazu wird eine dritte Selbsthilfegruppe für Frauen in Doolahat vorbereitet, die Gruppe „Women Wings III“.

 

Vielen Dank allen, die großzügig gespendet haben!

 

Artikel: Dr. Heinrich Kremer / Pfr. Andreas Huber

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