„Gottes Schöpfung ist sehr gut!“

 

…lautete das Thema, zu dem Frauen aus Surinam die Gottesdienstordnung für den diesjährigen Weltgebetstag am 02.03.2018, der inzwischen in mehr als 170 Ländern weltweit gefeiert wird,  zusammengestellt  hatten.

In einem ökumenischen Gottesdienst im „Haus der Begegnung“, der, wie in den vergangenen Jahren von Barbara Krammer und Andrea Shariati mit Team gestaltet wurde,  stellte sich das kleinste Land Südamerikas, in dem nur ca. 550000 Einwohner auf einer ungefähr der Hälfte Deutschlands entsprechenden Fläche leben, den 35 Gottesdienstbesucherinnen verschiedener Konfessionen vor.

 

Surinam – bedrohtes Paradies

Ein Land, das zu 90 Prozent von einem Regenwald, der aus ca. 1000 verschiedenen Baumarten besteht (in Deutschland wachsen lediglich 30) und in dem eine vielfältige Tierwelt lebt,  bedeckt wird,  das aber auch reich an Bodenschätzen wie  z. B. Gold und Mineralöl ist.

Und genau hierdurch gerät die üppige und zugleich empfindliche Natur aus dem Gleichgewicht: Abholzung und klimawandelbedingte Meeresspiegelerhöhung zerstören die Wälder, der Goldabbau mit Quecksilber vergiftet Flüsse und Grundwasser und so wird letztendlich auch der Mensch bedroht.

Diese Angst vor  Umweltzerstörung und ungewisser Zukunft, nicht zuletzt auch bedingt  durch die Wirtschaftskrise, die das Sozialsystem gefährdet,  wurde in Anspielen und Gebeten während des Gottesdienstes stellvertretend für Frauen verschiedener Ethnien zum Ausdruck gebracht.

WGT2 privat

Surinam – Vielfalt

Denn genauso vielfältig und unterschiedlich wie die Natur sind auch die Bewohner Surinams, die aufgrund der wechselvollen Geschichte des Landes und die damit verbundene Besiedelung durch Menschen aus vier Kontinenten, sich selber in der Landessprache Sranan als „Moksi“ (Mischmasch) bezeichnen. Ebenso unterschiedlich ist die Glaubenswelt. Neben traditionellen Glaubensvorstellungen der indigenen Surinamer sind  alle Weltreligionen vertreten, von denen Christen die größte Gruppe darstellen.

Es mag nicht alles gut im Land sein, aber eins gibt es interessanterweise nicht: Streit in religiösen Angelegenheiten.  Religion wird von keiner Seite instrumentalisiert.

 

Schöpfung im Mittelpunkt des Gottesdienstes

Mittelpunkt des Gottesdienstes mit seinen fröhlichen und nachdenklichen Liedern, Gebeten und Meditationen war die Schöpfungsgeschichte aus dem Buch Genesis (1. Mose). Durch das Umgestalten der Mitte wurde sie gewissermaßen  miterlebt und anschließend spürte man nach der berührenden Predigt Barbara Krammers regelrecht den Atem Gottes im Raum…

Bei einem bunten Mitbringbüffet und abwechslungsreichen Gesprächen über den gerade gefeierten Gottesdienst klang der Abend a

us.

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank allen, die diesen Gottesdienst durch ihre Mitarbeit ermöglicht haben und natürlich auch den Gottesdienstbesucherinnen, die durch ihre Spende die weltweite Projektarbeit des Weltgebetstagskommitees unterstützen.

 

…. „Auf Wiedersehen“ bis zum nächsten Jahr. Schwerpunktland wird dann Slowenien sein.

 

Andrea Shariati

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