Bad Urach, das reizvolle Residenzstädtchen, am Fuße der schwäbischen Alb war das Ziel unseres diesjährigen Gemeindeausfluges am 08. September. Das Städtchen passte deshalb hervorragend in die diesjährige Themenreihe „Entwicklung und Wandlung der Religionen“, weil die Geschichte des Uracher Stiftes den Wandel der Religionen nach der Reformation deutlich macht. Im Laufe des Jahres hatten wir uns schon mit dem Judentum beschäftigt und die Synagoge in Augsburg besucht. Dann folgte eine Führung im Archäologischen Park Cambodunum in Kempten, wo wir viel Wissenswertes über die Religion der Römer, deren Gottheiten und dem Übergang zum Christentum mitnehmen konnten. Urach war also der richtige Abschluss unserer Betrachtungen über die Religionen.

Das Stift Urach, ursprünglich gebaut für die klosterähnliche Gemeinschaft der „Brüder vom gemeinsamen Leben“, wurde nach der Reformation evangelisch. Es gehört heute der Ev. Landeskirche Württemberg und ist ein Ort zum Erholen, Tagen und zur inneren Einkehr mit einer friedvollen, harmonischen Atmosphäre, der man sich nicht entziehen kann. Viel haben wir über die 500jährige Geschichte dieses Hauses gehört und den Wandel der Zeiten. Anschließend war ein Rundgang in der angrenzenden spätgotischen Amandus-Kirche möglich.

Nach der Teilnahme am Mittagsgebet und einem leckeren Mittagessen besuchten wir das Residenzschloss der Grafen von Württemberg. Bei der äußeren Betrachtung des etwas größeren Fachwerkbaus war die Frage verständlich: Das soll ein Residenzschloss sein? Aber im Inneren des Gebäudes hatte sich die Frage erledigt: prachtvoll ausgestattet mit einer großen gotischen Halle, dem Palmensaal, dem Goldenen Saal und der historischen Schlittensammlung. Mit vielen Anekdoten über die Menschen und das damalige Leben wurden uns Geschichte und Geschichten amüsant und lebensnah vermittelt.

Nach diesem Rundgang in frühere Jahrhunderte war dann die „Jetztzeit“ dran. Ein Bummel durch Bad Urach mit seinen alten Gassen, über den Marktplatz mit den reizvollen Fachwerkhäusern zum Eis essen oder Kaffee trinken waren der genussvolle Abschluss eines interessanten Tages.

Jutta Strobel

Ausschuss für Gemeindeleben

Das Essen für einen guten Zweck – indisch

Am Donnerstag, 15. Februar, feierte die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Füssen den siebten Abend unter dem Motto „Essen für einen guten Zweck – indisch“ – der diesjährige Erlös von 2200 Euro geht wieder zu Gunsten der Partnergemeinde im Dorf Doolahat im Bundesstaat Assam (Nordost-Indien). Mehr als 70 Personen kamen, um bei einem indischen Essen, gekocht von Pfarrer Andreas Huber, und einem Vortrag von Dr. Heinrich Kremer, die neuesten Nachrichten aus Doolahat zu hören.

Zu Beginn des Abends gab es einen Begrüßungstee und frittierte Linsenfladen. Außerdem konnten die Gäste indische Schals und das „Church Road Curry Nr.8“ erwerben. Bei seinem Vortrag „Incredible India“ präsentierte Dr. Heinrich Kremer Eindrücke aus dem bunten indischen Alltag und berichtete, was er und seine Frau Dr. Gundula Kremer bei ihren gemeinsamen Besuchen in Indien erlebten.

 

Selbsthilfegruppe „Women Wings II“

Aus der Partnergemeinde in Doolahat gab es gute Neuigkeiten: Dort hat sich mithilfe der Spende aus dem letzten Jahr eine zweite Selbsthilfegruppe von Frauen gegründet, die sich selbst „Women Wings II“ nennt. Jede der zehn Frauen erhielt einen Mikrokredit in Höhe von 10 000 indischen Rupien, umgerechnet etwa 125 Euro. Die betroffenen Frauen haben kein Konto bei der Bank und erhalten dort auch keinen Kredit, da sie nicht als kreditwürdig gelten –deshalb müssten sie sich normalerweise von einem privaten Geldleiher zu Wucherzinsen Geld leihen. Durch die Spende vom letztjährigen „Essen für einen guten Zweck“ war das nicht nötig. Mit dem Geld konnten die Frauen Jungtiere (Ziegen und Schweine) kaufen und großziehen, eine Bäckerei eröffnen, eine Nähmaschine in Betrieb nehmen und in einen kleinen Laden investieren.

Erfolgreiche Hilfe

Das gespendete Geld wird von der örtlichen Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde unter der Leitung von Pfarrer Anthony Sona verwaltet. Jede Frau konnte bisher ihre monatlichen Raten zurückzahlen. Die Frauen aus Doolahat haben sich außerdem mit Briefen bei ihren Ostallgäuer Geldgebern bedankt. Damit wussten die Spender, wer ihre Spende bekommen hat und was konkret damit erreicht worden ist. Durch diese Art von Hilfe haben die Frauen Selbstbewusstsein gewonnen und konnten sich ein kleines Zusatzeinkommen erarbeiten.

Frauen von „Women Wings II“, der zweiten Selbsthilfegruppe der Evangelisch-Lutherischen Partnergemeinde Doolahat in Indien, zusammen mit ihrem Pfarrer Anthony Sona.

 

Indisches Buffet

Nach dem Vortrag wurden die Teilnehmer des Abends von Pfarrer Andreas Huber eingeladen, gemeinsam noch ein indisches Kirchenlied zu singen – unter der Begleitung von Pushpa Roy, der dazu seine „Tabla“ mitgebracht hatte. Danach war das Buffet eröffnet und vier Hauptgerichte – zwei Curries mit Bio-Hühnchen und zwei vegetarische Curries – warteten darauf, mit Reis, Raita und einer großen Auswahl an Chutneys probiert zu werden. Besonders erwähnenswert: das verwendete Gemüse wurde komplett von Bio Möller in Füssen gespendet! Und: beim Kochen hatten dieses Jahr zwei Konfirmanden im Rahmen ihres Konfi-Praktikums das Essen für den guten Zweck mitvorbereitet. Zum Abschluss des Abends gab es ein Mango-Lassi.

 

Mit dem diesjährigen Erlös soll das das Projekt „Mikrokredite“ verlängert werden. Dazu wird eine dritte Selbsthilfegruppe für Frauen in Doolahat vorbereitet, die Gruppe „Women Wings III“.

 

Vielen Dank allen, die großzügig gespendet haben!

 

Artikel: Dr. Heinrich Kremer / Pfr. Andreas Huber

Mit einem Dankgottesdienst, musikalisch umrahmt von Orgel und Posaunenchor, startete die diesjährige Mitarbeiterfeier. Pfr. Spengler und Pfrin. Huber legten dazu die Losungsworte des Tages aus und bedankten sich bei den haupt-, ehren und nebenamtlich Mitarbeitenden für ihr Engagement und ihren Einsatz für die Kirchengemeinde.

Die Feier ging im Haus der Begegnung mit einem guten Essen weiter und wurde versüßt durch den Auftritt von Divino Mrossi und El Jaco (Pfr. Huber und Pfr. Spengler), die den Schlager „Die Schokolade von El Puente“ zum Besten gaben und danach mit viel Charme das Geschenk für die Mitarbeitenden verteilten.

Ein Bildervortrag weckte viele Erinnerungen an schöne, gelungene Veranstaltungen, Ausflüge, Freizeiten und Aktionen im vergangenen Reformationsjahr 2017, das ohne die Hilfe aller Anwesenden nicht denkbar gewesen wäre.