Rogate

Liebe Gemeinde,

Am Anfang des Vaterunsers steht ein Vertrauensverhältnis. Wer Gott seinen Vater nennt und den Himmel seine Hoffnung, sehnt sich nach Schutz, Rückhalt und Stärke, aber auch nach Verständnis und Vergebung.

Kein Vater, der schlägt oder brüllt oder sich gar nicht für die Familie interessiert. Sondern ein Vater, der Anteil nimmt. Wie in einem Gleichnis (Lk 15,11-32), das Jesus einmal erzählte: Darin erklärte ein Sohn seinen Vater für tot, obwohl er es nicht war, und verließ ihn. Er wollte ohne ihn leben. Als der Sohn verzweifelt zurückkehrte, weil es ihm sehr schlecht ging, war sein Vater nicht hart und streng, sondern nahm ihn liebevoll in die Arme. Vor diesem Hintergrund wird deutlich: das Vaterunser kann auch von allen gesprochen werden, die sich nicht sicher sind, ob ihr Glaube reicht.

Vielleicht setzt bei manch einem die Vorstellung von Gott als guter Mutter mehr Vertrauen frei. Und das ist genauso berechtigt wie die Vorstellung von einem guten Vater. Denn Gott selbst spricht: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ (Jesaja 66,13)

 

Nachthimmel

 

Pfr. Andreas Huber

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