Da wir momentan leider keine Gottesdienste feiern und Treffen anbieten können, möchten wir Sie auf religiöse Sendungen des BR aufmerksam machen. Diesmal für die Woche vom 06. – 12. April:

Montag, 6. April

21:05 – 22:00 Uhr / Bayern 2

Theo.Logik – Über Gott und die Welt

 

Mittwoch, 8. April

19.00 – 19.30 Uhr / BR Fernsehen (Wiederholung am Samstag, 11.04., 10:30 – 11:00 Uhr / ARD-alpha)

STATIONEN: Die große Passion – mehr als ein frommes Spiel?

 

Freitag, 10. April, Karfreitag

08:30 – 09:00 Uhr / Bayern 2

Evangelische Perspektiven

Jesus, der Mystiker. Kreuz und Auferstehung in neuem Licht

 

10:00 – 11:00 Uhr / Bayern 1

Evangelischer Gottesdienst zum Karfreitag, live aus der St. Matthäuskirche in München

(Liturg: Pfr. Gottfried v. Segnitz / Predigt: Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm)

 

11:05 – 12.00 Uhr / Bayern 2

Bayern 2 am Feiertag

Widerstandskämpfer oder frommer Prophet? Die Auseinandersetzung um Dietrich Bonhoeffer

 

15:05 – 16:00 Uhr / Bayern 1

Zum Karfreitag

 

Samstag, 11. April, Karsamstag

22:00 – 23:00 Uhr / BR Fernsehen

Evangelischer Gottesdienst zur Osternacht

Live aus der evangelische Stadtkirche in Bad Reichenhall

 

Sonntag, 12. April, Ostersonntag

8:30 – 9:00 Uhr / Bayern 2 oder 9:30 – 10.00 Uhr / BR Heimat

Evangelische Perspektiven

Sterbehilfe für psychisch kranke Menschen. Belgiens Kirchen und Kliniken im Sterbehilfe-Dilemma

 

11:05 – 12:00 Uhr / Bayern 2

Bayern 2 am Feiertag

Frauen – Zeugen des Glaubens. Geehrt, verdrängt und neu entdeckt

 

18:45 – 19:00 Uhr / BR Fernsehen

Ostern mit Samuel Koch

 

 

Palmsonntag

Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem kommen werde, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrien: „Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel!“ Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht (Sacharja 9,9): ‚Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.‘                                        (Johannes 12, 12-15)

 

Liebe Gemeinde,

zog ein römischer Feldherr siegreich nach Rom ein, war das stets großes Kino: Ein Triumphzug aus Hornbläsern, hohen Beamten, prächtiger Kriegsbeute und geschmückten Opfertieren. Dann kam der Triumphator selbst, begleitet von Leibwächtern, die Ruten aus Lorbeerzweigen trugen. Auf einem von vier Pferden gezogenen Streitwagen fuhr der Siegreiche an der jubelnden Menge vorbei, gekleidet in edlem Purpur, mit einem Zepter in der einen und einem Lorbeerzweig in der anderen Hand – hinter dem Wagen folgte das siegreiche Heer.

(Fotomotiv: Jesus Christus in der Krippkirche St. Nikolaus Füssen; Foto: Andreas Huber

Etwas anders der Einzug des Königs Jesus in Jerusalem:

Auf einem ‚Eselchen‘ ritt er in die Stadt, begleitet von seinen Jüngerinnen und Jüngern, geadelt vom Staub galiläischer Straßen. Die Leute aus der Menge, die Jesus zujubelte, hatten zuvor einfach notdürftig Zweige von den Dattelpalmen abgerissen. Wer konnte, legte ein Kleidungsstück auf den Weg.

Diese Leute rühren mich, denn sie machten aus dem, was sie hatten, das Beste. So wie Jesus selbst, der immer das Beste aus den Menschen herausholen konnte. In der Begegnung mit ihm erfuhren viele, was es heißt, Gottes Kind zu sein.

Ich möchte mich einreihen in die jubelnde Menge und den König Jesus begrüßen. Ich möchte ihm danken für alle Zuversicht, die er in mir weckt. Ich möchte ihn loben für seine Herrschaft, die so anders ist als die aller Feldherren, Kaiser und Könige der Menschheit – denn er ist der König der Herzen. Ich möchte – die Augen auf ihn gerichtet – das Beste aus dem machen, was mir in meinem Leben anvertraut ist und damit dem die Ehre geben, dem sie gebührt: Gott.

Amen.

 

Gebet:

Gott, wir danken dir für Jesus,

seine Worte und seine Taten.

Wir bitten in seinem Namen für alle, die sich nach deinem Beistand sehnen.

Für alle, die sich diese Tage immer wieder bemühen, anderen zu helfen.

Schenke ihnen neuen Mut.

Wir bitten für uns und alle Lieben – nah und fern: Gib uns deinen Frieden –

am Morgen und Abend jedes neuen Tages.

Amen.

 

Pfarrer Andreas Huber, Füssen, 5. April 2020

Puh, zur Zeit sind die Tage manchmal ganz schön lang … Keine Freunde treffen, kein Toben, kein Sport, kein Spielplatz oder Skatepark.

Auf der SeiteKirche entdecken“ kannst Du eine Kirche virtuell von oben bis unten und bis in den letzten Winkel durchstöbern und richtig viel erfahren. Auch zu den Feiertagen, die jetzt anstehen: Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern.

Für den Palmsonntag, 5. April, gibt es einen Sofagottesdienst, den Eltern und Kinder gemeinsam feiern können. Alles Wissenwerte dazu gibt es hier: https://wir-sind-da.online/2020/04/03/sofagottesdienst-zu-palmsonntag/

Und auch ein paar Tipps gegen die Langeweile: https://wir-sind-da.online/category/familie/familie-spiele/

Schau doch mal rein. Viel Spaß!

Da wir momentan leider keine Gottesdienste feiern können, möchten wir Sie auf religiöse Sendungen des BR aufmerksam machen. Diesmal für die Woche vom 30.03. – 05.04.:

Montag, 30. März

21:05 – 22:00 Uhr / Bayern 2

Theo.Logik – Über Gott und die Welt

 

Mittwoch, 1. April

19.00 – 19.30 Uhr / BR Fernsehen (Wiederholung am Samstag, 04.04., 10:30 – 11:00 Uhr / ARD-alpha)

STATIONEN: April, April!

 

Samstag, 4. April

23:50 – 23:55 Uhr / Das Erste

Das Wort zum Sonntag spricht Pfrin. Stefanie Schardien, Fürth

 

Sonntag, 5. April, Palmsonntag

8:30 – 9:00 Uhr / Bayern 2 oder 9:30 – 10.00 Uhr / BR Heimat

Evangelische Perspektiven

Wem gehört Dietrich Bonhoeffer? Zum 75. Todestag des Pastors und Widerstandkämpfers

 

10:30 – 11.00 Uhr / Bayern 1

Evangelische Morgenfeier mit Pfr. Sebastian Stahl, Neugablonz

Sonntag Judika

„Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebräer 13, 12-14)

 

Liebe Gemeinde,

inmitten der gegenwärtigen Krise werden auch Stimmen laut, die die Zukunft voraussagen wollen. Manche prophezeien eine Gesellschaft, die sich zum Positiven verändert haben wird. Andere befürchten, dass das Leben nach der Krise noch hektischer als zuvor abläuft.

Gerne denke ich dann an die bayerische Weisheit „Nix Gwies woaß ma ned“. Das bedeutet sinngemäß: man kann darüber (noch) keine verlässlichen Aussagen treffen.

Nicht dass ich kein Interesse an der Zukunft hätte. Im Gegenteil: Ich wünsche mir sehr, dass Kinder wieder gemeinsam zum Spielen losziehen können. Dass rauschende Feiern mit Freunden stattfinden. Vor allem auch, dass niemand die Angst haben muss, im Notfall ‚aussortiert‘ zu werden. Ich wünsche mir sehr, dass die Gesellschaft von Morgen das ‚Selbstverständliche‘ wieder mehr zu schätzen weiß und auf Dauer achtsamer lebt.

Doch die Zukunft bleibt ungewiss.

Jesus von Nazareth erdet mich. In Krisenmomenten suchte er stille Orte auf, um zu beten. Das Bild von Markus F. S. Grönvold in der Christuskirche Füssen hält solch einen Moment fest.

Auch wenn es auf den Straßen ruhiger geworden ist, schaut es doch in vielen von uns gegenwärtig anders aus.

„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ beschrieb einst einer seine innere Unruhe, gleichzeitig aber auch seine Hoffnung.

Und ich finde, er hat recht: Wir haben hier zwar keine bleibende Stadt. Aber einen Gott, der bei uns bleibt, auch in Zukunft.

Amen.

 

Gebet:

Gott,

wir bitten dich um Hilfe für alle Menschen.

Für uns, unsere Nachbarn und alle, die Entscheidungen für andere treffen müssen.

Wir bitten für alle, die diese Tage besonders eingespannt sind, um Leben zu retten. Schenke den Erschöpften unter ihnen neue Kraft.

Wir bitten für alle, die sich nach Beistand, Spiel und Gemeinschaft sehnen. Schenke ihnen Geduld und hilf uns, solidarisch zu sein.

Wir bitten für alle Kranken. Lass sie erfahren, dass Du bei ihnen bleibst.

Amen

 

Pfarrer Andreas Huber